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beliebte Obstbäume

Obstbäume sind eine Bereicherung für deinen Garten. Mit ihnen kannst du nicht nur viel Freude erleben, sondern auch noch Geld sparen. Im besten Fall lässt sich mit ihnen sogar etwas Geld verdienen, wenn sie irgendwann im wahrsten Wortsinne genügend Ernte abwerfen. Außerdem tust du etwas für deine Gesundheit, denn das Obst aus dem eigenen Garten ist garantiert unbehandelt und ungespritzt. Im Folgenden stellen wir dir die beliebtesten Obstbäume für den eigenen Garten vor und erklären, was bei der Auswahl und Pflege zu beachten ist.

1

Apfelbaum

Der Klassiker unter den Obstbäumen. Im Allgemeinen sind Äpfel ungeheuer vitaminreich. Sie zeichnen sich durch vielseitige Verwendungsmöglichkeiten und gute Lagerfähigkeit aus. Es gibt unzählige verschiedene Sorten für jeden Geschmack. Apfelbäume mögen sonnige Standorte und lockeren Boden. Für eine reiche Ernte benötigt man allerdings mehr als einen Baum, denn Äpfel gehören zu den sogenannten selbstunfruchtbaren Obstgehölzen. Dabei ist es nicht zwingend notwendig, dass es sich um dieselbe Sorte handelt. Wichtig ist nur, dass beide Bäume zur gleichen Zeit blühen. Fein raus ist man natürlich, wenn schon der Nachbar einen Apfelbaum im Garten stehen hat. Bis der Apfelbaum das erste Mal trägt, vergeht etwas Zeit, aber übermäßig viel Geduld ist nicht gefragt. Vor allem neuere Züchtungen tragen schon ab dem 5. Lebensjahr. Wer einen vorgezogenen Baum einpflanzt, der kann mit etwas Glück nach 2-3 Jahren schon mit einer kleinen Ernte rechnen. Ältere Sorten, welche durchaus ihren Charme haben, tragen dagegen erst um das 10. Lebensjahr. Achtung: Da Apfelbäume bis zu 100 Jahre alt und bis zu 10 Meter hoch werden können, sollte der Standort gut überlegt sein.


2

Birnenbaum

Jeder kennt wohl die Geschichte vom Herrn Ribbeck im Havelland. Wer einmal selbst Ribbeck spielen möchte, der muss sich einen Birnenbaum zulegen. Aufgrund ihres milden Geschmacks sind Birnen eine gute Alternative zum Apfel, auch wenn sie diesem in der Haltbarkeit deutlich nachstehen. Wie Äpfel sind auch die Birnen selbstunfruchtbar, doch nicht alle Sorten harmonieren hier optimal untereinander. Am besten eignet sich noch die Sorte Williams Christ als Bestäuber. Im Zweifelsfall solltest du dich in einer Baumschule beraten lassen. Heute gibt es auch Bäume, bei denen zwei Sorten zusammengepfropft wurden. Birnen mögen eher halbsonnige bis halbschattige Standorte. Ihre Größe hängt sehr von der Sorte ab und variiert zwischen 3 Metern und knapp 20 Metern. Einige Sorten lassen sich auch am Spalier ziehen. Mit ersten Früchten ist nach etwa 3 Jahren zu rechnen.


3

Kirschbaum

Kirschen gehören zum beliebtesten Sommerobst der Deutschen. Für den Garten eignet sich vor allem die Süßkirsche. Sie braucht einen nährstoffreichen Boden und einen sonnigen Standort, am besten in Südlage. Auch die Süßkirsche braucht eine Partnerpflanze zur Bestäubung, doch kommen hierbei auch Sauerkirschen oder Wildkirschen in Betracht. Die Bäume können eine stattliche Größe von fast 30 Metern mit ausladenden Kronen erreichen, doch auch bei der Kirsche ist der Habitus enorm von der Sorte abhängig. Nach zwei bis drei Jahren ist mit ersten Früchten zu rechnen. Kirschen sind während der Blüte übrigens besonders empfindlich für Spätfröste, welche sich negativ auf die Ernte auswirken können.


4

Quittenbaum

Zugegeben, roh genießbar ist sie nicht gerade, die Quitte. Dafür aber um so haltbarer und ausgezeichnet für die Zubereitung von Kompott oder Gelee geeignet. Nach der Form der Früchte unterscheidet man Apfelquitten und Birnenquitten. Quitten sind sehr anspruchslos, was den Boden anbelangt und sie überstehen auch längere Perioden der Trockenheit gut. Sie mögen sonnige Standorte und vertragen im Winter nicht ganz so starke Minusgrade wie Äpfel und Birnen, da der Quittenbaum ursprünglich aus der Mittelmeerregion stammt. Die gute Nachricht: Im Gegensatz zu diesen sind Quitten selbstfruchtbar. Doch auch bei ihnen lässt sich der Ertrag noch maximieren, wenn zwei Bäume nebeneinander gepflanzt werden. Die Quitte wird knapp 10 Meter hoch und trägt nach 4-5 Jahren das erste Mal Früchte. Diese sollten erst geerntet werden, wenn sie goldgelb sind, jedoch spätestens vor dem Einsetzen der ersten starken Fröste.


5

Pfirsichbaum

Pfirsiche gehören zu den anspruchsvolleren Obstbäumen. Dies hat mehrere Gründe. Der Pfirsich stammt ursprünglich aus China und dem Mittleren Osten und gedeiht in Deutschland daher nur in besonders günstigen Lagen gut. Die Bäume brauchen einen sonnigen Standorte, der gleichzeitig windgeschützt sein sollte. Eine Südwand eignet sich hier gut. Spätfröste wirken sich besonders negativ auf die Ernte aus, unter Umständen sollten die Bäume geschützt werden, wenn während der Blüte Fröste auftreten. Vor allem aber brauchen Pfirsiche im Sommer viel und regelmäßig Wasser. Dies alles erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit als bei Äpfeln oder Birnen. Zum Glück sind Pfirsiche selbstfruchtbar, doch auch hier steigert das Anpflanzen von mehreren Bäumen die Erträge. Pfirsichbäume werden 6-8 Meter hoch.


6

Aprikosenbaum

In seinen Ansprüchen dem Pfirsichbaum ähnlich, wird der Aprikosenbaum jedoch nicht ganz so groß. Auch er möchte sonnig und windgeschützt stehen und braucht einen durchlässigen Boden. Der Aprikosenbaum möchte gelegentlich gegossen werden, allerdings ist die Wasserversorgung nicht ganz so kritisch wie beim Pfirsich, da die Früchte ein festeres Fleisch besitzen. Ursprünglich kommt die Aprikose aus den Steppen Zentralasiens. Ihre Winterhärte ist daher sogar höher als beim Pfirsich. Auch bei der Aprikose können starke Frühlingsfröste der Ernte schaden. Wie der Pfirsich, so ist auch die Aprikose selbstfruchtbar, aber durch mehrere Pflanzen können die Bestäubung verbessert und der Ertrag erhöht werden. Insgesamt eignet sich die Aprikose gut, wenn man nicht den Aufwand für einen Pfirsichbaum betreiben will, aber trotzdem ähnliche Früchte ernten möchte.


7

Feigenbaum

Ein echter Exot im Garten. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, lassen sich einige Sorten auch in unseren Gefilden mit Erfolg kultivieren. Bei der Auswahl muss man daher besonders kritisch sein, da die Frostresistenz stark variiert. Außerdem benötigen Feigen lange Hitzeperioden, damit die Früchte heranreifen. Manche Sorten tragen daher in unseren Breiten überhaupt nicht. Die sogenannte Bornholmfeige ist beispielsweise sehr gut frosthart, trägt aber nur wenige Früchte. Die Sorte Abicou wartet mit schönen Früchten auf, verträgt aber kaum Minusgrade. Besonders kälteresistent und erfolgversprechend sind die Sorten Brooklyn Dark und Brooklyn White, Brown Turkey, Dalmatie, Desert King, Hardy Chicago, Petrovaca, Ronde de Bordeaux und Valle Negra. Ausgepflanzt werden sollten Feigen nur im Frühjahr. Ein vollsonniger und windgeschützter Standort, etwa vor einer Hauswand, ist ideal. Im Sommer brauchen die Pflanzen viel Wasser. Im Winter kann es gerade bei jungen Pflanzen nicht schaden, den umliegenden Boden mit Laub oder Mist abzudecken zusätzlichen Frostschutz zu bieten. Frieren die Feigenbäume doch einmal kaputt, treiben sie im nächsten Jahr meist wieder kräftig von unten aus.


8

Walnussbaum

Der beliebteste Nussbaum in Mitteleuropa. Er braucht viel Licht und Raum, um sich auszubreiten. Walnüsse sollten einzeln gepflanzt werden. Durch ein Pflanzengift in den Wurzeln behindert die Walnuss angrenzende Bäume und Sträucher am Wachstum. Daher sollte man eine Fläche von mindestens 10x10 Metern nur für diesen Baum reservieren, denn er kann sehr groß und über 100 Jahre alt werden. Allerdings wächst die Walnuss nur sehr langsam. Vereinzelte erste Früchte sind nach 5-7 Jahren zu erwarten, wirklich geerntet werden kann erst ab dem 10 Jahr. Walnüsse sind einhäusig, haben männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze und brauchen keinen Partner. Der junge Walnussbaum muss regelmäßig gewässert werden, ältere Exemplare sind dagegen wenig anspruchsvoll.


9

Pflaumenbaum

Die Pflaume ist ein pflegeleichtes Obst. Es gibt sie in verschiedenen Sorten und Wuchsformen. Einige Pflaumen bilden kleine Bäume von 6-8 Meter Höhe, andere wachsen eher strauchig. Pflaumen brauchen Sonne und Wärme für das Ausreifen der Früchte, sind aber sonst wenig anspruchsvoll. Oftmals wachsen sie bei uns sogar wild. Junge Bäume brauchen nach dem Einpflanzen aber regelmäßige Wassergaben. Unter den Pflaumen gibt es selbstbefruchtende und fremdbefruchtende Sorten. Letztere bringen aber tendenziell die größeren Erträge, jedoch müssen mindestens zwei Pflanzen angeschafft werden.


10

Maulbeerbaum

Leider sieht man Maulbeerbäume immer seltener. Dabei sind die Blätter nicht nur ein gefundenes Fressen für Seidenraupen, auch die Früchte des Baumes sind einigermaßen wohlschmeckend. In Form, Farbe und Geschmack ähneln sie sehr den Brombeeren und können genau wie diese verwendet werden. Zum Beispiel als Belag für eine Torte. Maulbeerbäume gedeihen in der Sonne oder im Halbschatten, die Erde sollte gut durchlässig sein. Diese Bäume werden sehr hoch und neigen zur Entwicklung ausladender Kronen. Dies sollte vor dem Pflanzen sorgsam bedacht werden. Der Baum wächst rasch und die ersten Früchte lassen nicht lange auf sich warten. Erwachsene Maulbeerbäume liefern später Unmengen davon.


11

Vogelbeerbaum

Die Vogelbeere, auch Eberesche genannte, ist bekanntlich kein Obst mit vielen Verwendungsmöglichkeiten. Entgegen weit verbreitetem Halbwissen sind die Vogelbeeren nicht giftig, aber durch ihren bitteren Geschmack roh eigentlich kaum genießbar. Außerdem können sie durch ihren hohen Säureanteil Magenbeschwerden hervorrufen. Marmelade oder ein Likör lassen sich aus ihnen aber durchaus herstellen, weil durch den Kochvorgang die Säuren neutralisiert werden. Die Vogelbeere mag sonnige oder halbschattige Standorte. Im Schatten gedeiht sie auch, allerdings nicht optimal. Der Baum ist in hohem Maße anspruchslos, weshalb er auch gerne als Flankierung vielbefahrener Straßen eingesetzt wird. Die Vogelbeere wächst als junger Baum sehr rasch. Zuwachse von einem halben Meter pro Jahr sind normal. Dadurch wächst sie schnell zu einem dekorativen Baum heran. Ihre endgültige Größe beträgt etwa 10 Meter. Aufgrund des starken Wurzelwerks sollte die Vogelbeere nicht zu nahe an Mauern, Hauswänden oder Leitungen gepflanzt werden.


12

Pralinenbaum/Felsenbirne

Die Früchte erinnern an Heidelbeeren. Vielen Leuten ist gar nicht bekannt, dass man sie essen kann. Der Baum ist zudem auch ansonsten sehr dekorativ, schmückt sich im Frühjahr mit einer Unmenge weißer Blüten und kleidet sich im Herbst in feuriges Herbstlaub. Die aus Nordamerika stammende Pflanze übersteht auch harte Winter problemlos. Die Felsenbirne gedeiht gut in voller Sonne, aber auch im Halbschatten. Trockenheit macht ihr nichts aus. Auch sonst stellt sie keine großen Anforderungen an die Pflege. Die Felsenbirne wird nicht sehr groß und ist mit etwa 5 Metern ausgewachsen.


13

Stachelbeere

Eigentlich ein Strauch, aber mit ein bisschen Geduld kann man sie in eine baumähnliche Form bringen. Oder aber, man kauft sie gleich als fertigen Hochstamm. Dann dürfte auch die Ernte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Stachelbeere steht gerne im Halbschatten, pralle Mittagssonne kann unappetitliche Brandschäden an den Früchten verursachen. Ein gut durchlüfteter Boden und regelmäßige Wassergaben sind nötig, um eine reiche Beerenernte zu garantieren. Zudem müssen die Pflanzen regelmäßig verschnitten werden. Stachelbeere sind selbstfruchtbar. Stachelbeeren gibt es in verschiedenen Sorten, die sich durch die Fruchtfarbe und -größe unterscheiden. Bekannt sind grüne und blauviolette Stachelbeeren. Die Stachelbeere wird bis zu 1,5 Meter hoch.


14

Johannisbeere

Ebenfalls von strauchigem Wuchs oder als kleines Bäumchen zu ziehen. Auch die Johannisbeere wird gerne als Hochstamm kultiviert. Es gibt schwarze, weiße und rote Johannisbeeren, außerdem verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Fruchtgrößen. Die Johannisbeere ist selbstfruchtbar. Auf Nachtfröste oder Trockenheit während der Blüte reagiert sie empfindlich, es kann zum Abwerfen der Blüten und zu Ernteausfällen kommen. Die Johannisbeere braucht sonnige Standorte für den optimalen Fruchtertrag. Bei Trockenheit garantieren regelmäßige Wassergaben das Ausreifen der Früchte. Johannisbeersträucher werden bis zu 1,5 Meter hoch.


15

Esskastanie

Eines vorab: Dieser Baum kann über 30 Meter hoch und mehrere hundert Jahre alt werden. Die Anschaffung sollte daher gut überlegt werden, zumal einige Zeit vergeht, bis die ersten Kastanien geerntet werden können. Bis zu 30 Jahre können vergehen, ehe überhaupt eine nennenswerte Ernte zu verzeichnen ist. Mit etwa 100 Jahren erreicht der Baum sein Ertragsmaximum. In der eigenen Lebenszeit wird man die Früchte der Arbeit also im wahrsten Wortsinn nicht mehr genießen können. Die Esskastanie gedeiht gut in vollsonnigen und windgeschützten Lagen. Zu harte Winter bekommen ihr nicht, weshalb sie nicht für alle Regionen in Deutschland empfohlen werden kann. Zudem stellt sie besondere Ansprüche an den Boden. Sandig, kalkfrei und leicht sauer sollten sie sein. Ideal sind Böden in Weinanbaugebieten. Es ist zu beachten, dass der Baum Raum für die Ausbildung seiner Pfahlwurzel benötigt.


Wie du siehst, gibt es weit mehr Möglichkeiten, deinen Garten mit Obstgehölzen zu bereichern, als du dir vielleicht vorgestellt hast. In unserer Aufzählung ist hoffentlich für jeden Geschmack und Standort etwas dabei. Vor dem Kauf sollte man sich jedoch gut überlegen, ob man die Bäume auch jahrelang pflegen kann.

Denn eines steht fest: Ein Obstbaum ist eine langfristige Anschaffung.

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